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Reisegedicht

Text und Fotos: Hilde Mischler


Berufene perfekt berichten,
von mir gibt es nur Randgeschichten.
 
AGEO
30 Jahre bist du jung und bietest uns so viel,
Geburtstag feiern wir mit dir, Sardinien ist das Ziel.
32 Gratulanten finden gern sich ein,
wollen dem Leitspruch getreu auf Orchis Suche sein.
In unserem Mitteilungsblatt da klaffte allerdings ein Leck,
kein Wörtli war darin erwähnt vom kleinen Handgepäck.
So stehe ich in Brugg am Strassenrand
und krame nach dem Nachtgewand.
Nun bin ich parat und schüli froh
sitz ich im Bus der AGEO.
 
Sehr bald hat Fritz es schon erfasst,
die richtige Ausfahrt ist verpasst.
Der Fahrer Hans Peter nur gross schaut,
er machte absichtlich ein roundabout,
um eine Baustelle zu umrunden,
die gestern frass drei Wartestunden.
Es geht deshalb auf andren Wegen
unserm Reiseziel entgegen.
 
Reisfelder brach, bewässert und grün
in der Poebene vorüber zieh'n.
Genua - rechts -, das lassen wir liegen,
um Flora vom Apennin zu kriegen.
Ein Zaun schreckt Ageoler nicht,
da muss man drüber, da gibt's keinen Verzicht.
Paolo voran, 90 Minuten dürfen wir suchen
und können die ersten Orchideen verbuchen.
 
Dann wird Genuas Hafen angepeilt,
dort haben wir noch lange verweilt.
Joe schiesst Personen, digital und schnapp,
bevor die "Exelsior" legt ab.
Kabinen hat man gut befunden,
lässt sich das Abendessen munden,
man schwätzt, freut sich am roten Wein
und schon kehrt Urlaubsstimmung ein.
Poseidon fordert keinen Tribut,
die See ist ruhig, die Fahrt ist gut.
 
Früh aufstehen heisst es, Porto Torres naht
und es beginnt die Sardinienfahrt.
Jean-Pierre und Gertrud, unsere Reisepiloten,
haben uns gleich ein Znüni geboten.
Bei "Heineken" sind wir um die Ecke verschwunden,
damit sind geregelt die nächsten Stunden.
 
Uns umfächelt seidenweiche, milde Luft,
die getränkt ist vom Kräuter- und Blumenduft.
Beim nächsten Halt geht es ins Gelände
und die Ahs und Ohs nehmen kein Ende.
Hinter uns bleibt die Hektik der Stadt,
wir sehen uns an den Farben satt,
die Sardiniens Landschaft übersäen
und müssen glücklich eingestehen:
"Was sich da vor uns ausgebreitet,
all unsre Vorstellungen überschreitet".
Der Kuckuck ruft, die Taube gurrt,
zufrieden die Gesellschaft schnurrt
beim Anblick der Purpurea,
der Bomby und der Sicula.
Auch Gruppen Anthropophorum,
die stehen überall herum.
Mit dem kräftig blauen Siegel
leuchten uns hier auch die Spiegel.
Wer nix findet ist selber schuld
und suche weiter mit Geduld.
 
Zornnatter eine Schlange heisst,
weil wütend sie nach allem beisst.
Es liegt eine beschädigt in dieser Gegend
und wirkt so gar nicht Furcht erregend.
 
Im Hang sich Annae versteckt,
wir haben sie aber gleich entdeckt.
Gelassen zeigt sie uns ihr Mal,
ich bin ein Sarde heisst das Fanal.
 
Die Palustris zieht uns moorhexengleich
unwiderstehlich in ihr nasses Reich.
Wir sehen auch eine im schneeweissen Kleid,
um den Fotoplatz gibt es beinahe Streit.
Die Sommerknotenblume hat uns überrascht
und ein Bienlein hat an Narzissus terzetta genascht.
 
Auf Bienenfresser sind wir wild,
sie kamen nur im Vorbeifahren ins Bild,
hockend auf den Telegrafendrähten,
Walti und Guido sie erspähten.
Auch Fasane oder andere Geländeflitzer
sehen die bevorzugten Vornesitzer.
 
Nach Orosei ans Meer führt die Fahrt.
Prachtwetter mit Fundstellen gepaart
lassen die Wellen der Freude hoch schlagen.
Wo helle Felsen ins Wasser ragen
ist drinnen versteckt die Pancratium,
einen Fotobeschuss gab es darum.
Die Lilie ist als Nachtbar bekannt, so lockt sie ihre Gäste,
die Falter schwirren ein uns aus und feiern Nektarfeste.
Wir haben viel Zeit, um uns zu ergehen
und genüsslich an allem satt zu sehen.
 
Unser Quartier für die nächsten Tage
ist sehr angenehm, ohne Frage.
Am Swimmingpool der Apero
stimmt sogleich die Gemüter froh.
"Maria Rosaria" - der Name klingt
und was das Hotel auf die Tafel bringt,
die vielen Gänge zum Abendessen,
da muss man die schlanke Linie vergessen.
Alice meint heiter: "Habt keine Bange,
ich hab im Gepäck eine gute Lochzange".
Ramazotti den Magen wärmt,
er ist es für den hier mancher schwärmt.
Ob vor, ob nach, ob mit dem Essen,
ihn sollte man niemals vergessen.
Die reine Luft stärkt unsre Lungen,
der rote Wein löst auch die Zungen,
Guido schärft für Vögel das Ohr,
Walti stellt Orchideen des Tages vor,
Hanni repetiert der Botanik Masse,
zieht aus der "Sammlung" manche Asse.
 
Werner wird allerseits beneidet,
er kommt zum Dinner korrekt gekleidet.
Der helle Anzug dazu führt,
dass man ihn schnell zum Dressman kürt.
Die Digitale hat so ihre Tücken,
deshalb gibt es bei Hilde jetzt Fotolücken.
Die Sonne scheint in den Display,
das Missgeschick, ojeoje,
sie löscht den Chip mit einem Satz,
zwei Tage Bilder sind für die Katz.
Der Frust, sich selbst die Fotos zu stehlen,
soll zu der bittersten Erfahrung zählen.
Da wünscht man sich Katrins Zeichentalent,
so sicher, so treffend und so behänd,
da pfeift man auf der Technik Tücke
durch ganz persönliche Eindrücke.
 
Die Fahrt geht immer pünktlich an,
dass man die Sonne nutzen kann.
Und wieder uns ein Hang entzückt,
der über und über mit Orchideen bestückt.
Manch "Spiegelkabinett" sich zeigt,
zu dem man gern die Kamera neigt,
um sie genüsslich einzuziehen,
damit papiern sie weiterblühen.
Von der Puppenorchis jede Menge,
machen vor den Spiegeln grosses Gedränge,
sie rücken die Hütchen und lupfen das Bein,
denn jede will wohl die Schönste sein.
In der Herbstphase des Lebens sich Barlia zeigt,
drum ist sie einem Foto so abgeneigt
 
Foto Hilde Mischler
 
Wo Experten diskutieren,
kann man den Ernst der Sache spüren.
 
Fotos Hilde Mischler
 
Serapias die Lippe zückt,
Schmetterlingsorchis mit Rüschen geschmückt,
Die Speculum hat einen wolligen Saum
und die Bombiliflora sieht man kaum.
Von Ichnusae, die so rare,
finden wir ebenfalls Exemplare.
Sie kleidet sich mal dunkel, mal hell
und ist eine liebliche Mamsell.
Sardiniens Form einer Sohle ähnlich,
erhielt den Namen Ichnusae nämlich,
so teilt der kleine Endemit
sich diesen mit der Insel mit.
 
Wir sind wahrhaftig Orchideen gesegnet,
uns ist sogar Eleonore begegnet.
Sie errötet leicht, doch skandalös,
nämlich rückwärts - so paviamös,
während Iricolor und Fusca vorziehn,
unterm Rock zu tragen, helles Braungrün.
Doch ums Vergnügen unserer Herren ist mir nicht bange,
sie stehen bei Eleonore Schlange.
 
Fotos Hilde Mischler
 
Wie Bergziegen den Hang hinan,was gibt es da zu sehen?
Zwischen silbergrauem "Heiligen"- Gebüsch sollen weisse Pfingstrosen stehen.
Meist sind sie leider abgeblüht, entmutigt sind wir nicht,
wir schwärmen aus und siehe da, sie enttäuschen uns doch nicht.
Klaus hat ein Herz fürs "Urgestein",
drum lädt er auch den Gideon ein,
sich ihm anzuvertrauen
und die Paeonia zu schauen.
 
Die Koffer gepackt, es geht nach Westen,
wir wollen die andere Seite testen.
Eine äusserst kurvenreiche Fahrt
hat uns die Landschaft offenbart.
In den Golf von Oristano eine Halbinsel ragt,
da gibt's eine Schwemme hat man uns gesagt
von Malteserschwämmen, auf die wir erpicht
und man bekommt sie zu Gesicht.
Wie Pilze sie aus dem Boden schiessen
und ringsum Blumenteppiche spriessen,
so bunt, so herrlich die Farbenpracht,
dass jedem froh das Herze lacht
Man möchte die ganze Welt umarmen
und hat mit allen gross Erbarmen,
die dieses nicht geniessen können,
wir würden es ihnen gerne gönnen.
 
Foto Hilde Mischler
 
Nicht was ihr denkt, die Haltung täuscht,
Joes Foto nur ein Blümchen heuscht.
 
Dani hat nach Flug- und Kriechtieren gesucht
und natürlich einiges verbucht.
Den gefleckten Walzenskink mit den winzigen Beinen,
er könnt Uneingeweihten als Schlange erscheinen.
Auch ein Scheiben-Züngler, sardischer Art
bleibt uns, gottlob, hier nicht erspart.
 
Foto Hilde Mischler
 
Der Laubfrosch blitzegrün erstrahlt,
doch wurden die Wangen schwarz angemalt,
damit ist es uns sonnenklar,
dass er von Haus aus endemisch war.
 
Ein kleiner Strauch, Blüten wie Ziest,
in keinem Buch zu finden ist.
Im Zweifel sagt man sardisch dann,
wenn man es nicht bestimmen kann.
 
Alice gibt gern sich den Blumen hin,
bei Claude raucht fröhlich der "Kamin".
 
Wer wandelt nicht gerne auf der Spur
von Kirchenkunst und Landeskultur,
so wurde San Giovanni di Sinis gesichtet,
das 500 n.Chr. erstmals errichtet.
So ausgewogen und so schlicht,
das kleine Kirchlein uns besticht.
 
Foto Hilde Mischler
 
Ringsum das Land, so unbeleckt,
hat gleich Fundhoffnungen geweckt.
Sandiris, Ophrys, Serapias in Menge
sorgten wieder für Fotogedränge.
 
Foto Hilde Mischler
 
Allmählich geht es nach Villanovaforru
unserem neuen Aufenthalt zu.
Die engen Gassen sind dem Bus
eine arge Mutprobe zum Schluss.
Hier sei der Fahrer noch gelobt,
weil keineswegs er Aufstand probt,
sondern mit sturer Gelassenheit
sich von dem Problem befreit
und kurbelt vor und auch zurück,
bis es ihm klappt mit Könnerglück.
Von dem was uns trifft muss ich berichten,
in der ländlichen Gegend konnten wir sichten:
"I LECCI", von Steineichen umgeben,
die dem Hotel den Namen geben.
Und wieder sind wir rundum zufrieden
was uns die Reisecrew beschieden.
Grosszügig dehnt sich eine Terrasse aus
und wieder blüht es rund ums Haus.
 
Vor lauter Blumen- und Pflanzengewinnung
kommt man fast nicht zur Besinnung.
Der Kopf raucht, weil die Namen kreisen,
man lebt, geniesst und ist auf Reisen.
Man schläft tief, Hahn mit Kikeriki
und Taubengurren hört man nie.
Man kann es einfach nicht erwarten
zu neuen Taten loszustarten.
 
Ein Küsschen coram publicum,
da gäb doch manche Frau was drum.
 
Foto Hilde Mischler
 
"Es findet Überraschung statt, da wo man's nicht erwartet hat" (W.Busch)
" AGEO-Willkommen bei nor- und chestermannii"
als Spruchband prangt,
als wir am Carparkplatz angelangt.
Die Frauen waren erfreut, die Männer übermannt,
als vor uns der Fritz Felder stand.
Er begrüsst uns locker mit Apero
und um seine Vorexkursion ist man froh.
Fundort mit Nastüechli geziert
haben uns an die richtige Stelle geführt.
 
Einen engen Bergweg zu ehemaligen Stollen
wir unter die Füsse nehmen sollen.
Highlights gibt es am laufenden Band,
und man die Bastion auch fand,
welche Fritz erbaute der Ziegen wegen,
die unsre Lieblinge abzuweiden pflegen.
 
Foto Hilde Mischler
 
Auf schmalem Pfad, vom Stein geschützt,
recht stattlich diese Ophrys sitzt
und Gundolf hat keine Bedenken,
der Schönen einen Kniefall zu schenken.
 
Foto Hilde Mischler
 
Hanni zeigt hier deutlich an,
wie stattlich sie doch werden kann,
die Puppenorchis auf dem Weg,
sie ist ein kräftiger Beleg.
 
Man ausserdem den Tunnel findet,
der das Bergwerkssystem verbindet.
Ein Dorado für die Fledermäuschen,
da sind wieder Ageo'ler aus dem Häuschen.
 
Der Tag ist heiss, der Weg ist lang
und um den Rückweg wird mir bang.
Da kreuzt Fritz mit dem Roller auf
und schwuppdiwupp sitz ich darauf.
So bin mit 86 Jahren
ich echt noch Motorrad gefahren.
Nun mancher sicherlich hier spricht:
"Alter schützt vor Torheit nicht".
 
Zistrosengelände, da muss man spitzen,
ob nicht Würger darunter sitzen.
Tatsächlich, Urahne, Grossmutter, Mutter und Kind
in trauter Runde beisammen sind.
Sie würgen zu des Strauches Schaden
und sind doch gar nicht eingeladen.
 
Foto Hilde Mischler
 
Setzt man am Abend sich zu Tisch,
da gibt es Fisch und Fisch und Fisch.
Die ihn nicht mögen machen Glossen,
beim puren Anblick bekämen sie Flossen.
Später entsteht ein Tohuwabohu,
konsterniert sehen italienische Damen zu
wie ausgewachsene Mannsgestalten
sich äusserst kurios verhalten.
Sie liegen am Boden, den Foto in der Hand
und richten das Objektiv an die Wand.
Doch dann man den Erstaunten berichtet,
es wird ein Wiener Nachtpfauenauge gesichtet.
Das gibt ein Hallo und einen Run
und jeder Italiener muss auch noch dran.
Wir sind im Bett, hören das Geschrei
und denken da gibt's eine Keilerei.
 
Im Land der Nuraghen, wie könnts anders gehen,
da ist ein solcher Besuch vorgesehen.
Vom hohen Turm aus wir erschauen,
wie die Ureinwohner die Siedlungen bauen.
Rundhaus an Rundhaus aus bolligem Stein
und wichtig der Brunnen, der musste sein.
700 Nuraghen, meist nicht ausgegraben,
sollen sie auf Sardinien haben.
Hatte das Hirtenvolk Streit um Weide und Wasserstellen,
konnte die Anlage Sicherheit stellen.
Nun denkt euch nur unser Senior
krebselt die dunkle Nuraghe empor.
Klaus voran und Franz als Nachhut,
denn so geht es besonders gut
Strahlend ist er zurückgekehrt,
ihm wurde ein tolles Erlebnis beschert.
 
Stark blau der Borretsch, die Stängel behaart,
mit roten Tupfen des Mohns gepaart,
dazu dottergelbe Chrysanthemen
unsern Blick gefangen nehmen.
Mannshoch der Fenchel, die Dolden filigran,
sie haben mir's besonders angetan.
Das ist eine Landschaft die ungemein schmeichelt
und der Botaniker Seele streichelt.
Der Bus harft sich auf den Höhenzug,
(Giara di Gesturi) da hat man Ausblicke genug.
Nach Picknick dort beim botanischen Garten
werden alle zu einer Wanderung starten.
Wo im flutenden Hahnenfuss Wildpferde baden
und zu den schönsten Fotos einladen.
Herrlich die Seen, unerhört,
und die Tiere fühlen sich nicht gestört.
 
Wo Flechten, auf den Steinen, den fahlen,
exzentrisch moderne Gemälde malen,
da ist die Umwelt gesund und rein,
das leuchtet uns bekanntlich ein.
Schwarze Wolken drohen, ehe man sich's versieht,
zufrieden die Gruppe hotelwärts zieht.
 
Vorm Abendessen UHUs schleichen
ums Haus um, zu erreichen
die letzten Unbekannten noch,
dass in der Fundliste ja kein Loch.
Sieben verschiedene Orchideen
sieht Klaus noch in der Nähe stehen.
Eigentlich sind sie uns suspekt,
seit man die Bastardisierung entdeckt.
Wer ging mit wem denn eigentlich fremd,
wer tauschte Lippe, Hut und Hemd?
Wer nahm und änderte das Mal?
Man fragt:"Wo bleibt da die Moral?"
 
Ernst liegt am Boden, den Foto gerichtet
auf Imaginäres, was die Frau nicht sichtet,
die bereits dreimal vorbeigegangen,
dann hat sie zu lachen angefangen,
sächselnd fragt sie ihren Mann:" Begreifst du das
da fotografiert einer Gras, nichts als Gras.
Die Ausrüstung ist zwar mit allen Schikanen,
doch Graaaaaaas, nee, des kannste nich ahnen."
Welch Laie schon die Bombiliflora beachtet,
wo alles nach Superlativen trachtet.
Wir hoffen, dass Ernst, der noch länger bleibt,
der Kamera mehr als Gras einverleibt.
 
Obwohl die wolligen Mähmaschinen den Rasen
und unsre geliebten Blüemli abgrasen,
meint Guido, wo Botaniker fotografieren
würde der Platz nur noch FUTSCHI-Flora führen.
Heute muss ich ihn mal rügen, der Nachtregen
straft ihn nämlich Lügen,
bolzgerade am Morgen alle stehen,
was wir als Erleichterung ansehen.
 
Die Zeit eilt, auch wenn man es nicht mag
und es bricht an der letzte Urlaubstag.
Villanovaforru verzweifelt auf unsere Abfahrt blickt
und hat zum Abschied Krokodilstränen geschickt
in Form vom Gewitterguss sardischer Art
und wünscht uns eine gute Fahrt.
 
In Porto Torres für Ageo-Pendler
gabs Oel-, Bücher- und sonstige Händler.
Über Mittag ist halt alles geschlossen,
so trotteln wir ganz unverdrossen
zur Basilika aus dem 11. Jahrhundert
und haben uns ganz arg gewundert,
dass der Stolz der Bevölkerung sich nicht regt,
damit den historischen Komplex man pflegt.
 
Foto Hilde Mischler
 
Die Fähre treibt uns von der Insel fort
und so erfolgt das letzte Wort.
Unauffällig im Untergrund
verhinderte Paolo den Gruppenschwund.
Wenn's sein muss zählt er manches Mal,
bis sie dann stimmt, die richtige Zahl.
Er sorgt für Voucher, dolmetscht gut,
kriegt alles richtig untern Hut.
Ist ausgeglichen, stets gelassen,
seine botanischen Bestimmungen, die passen.
Mit Gutschein für Essen und Kabinen,
konnte er uns ebenfalls dienen,
so war unsere Reise unbeschwert,
wir sind rundum zufrieden heimgekehrt.
 
Jean Pierre und Gertrud, Sardinien geneigt,
haben uns tolle Fundplätze gezeigt.
Die Erkundungswoche vorher hat bezweckt,
dass sie wichtige Endemiten entdeckt.
So wünscht man sich die Reiseleiter,
sie geben alles an uns weiter.
Und angefüllt mit allem Schönen
konnte uns der Urlaub verwöhnen.
Jedem ist es wirklich klar,
dass die Jubiläumsfahrt Spitzenklasse war.
Es steht uns an für das Blumenerlebnis,
die Beute ist ja ein tolles Ergebnis,
von Herzen zu danken mit grossem Applaus.
Sind wir alle wieder zu Haus,
so werden wir schwärmen und uns an den Bildern weiden,
und sind auch keineswegs bescheiden,
zu sagen, wir wären froh,
wär es in fünf Jahren wieder so.
 
Foto Hilde Mischler
 
Etwas befriedigt ja unsäglich,
wenn Mitreisende froh sind und verträglich.
Kein Misston ist zu mir gedrungen,
alle fanden die Jubiläumsfahrt gelungen.
Sie waren aufmerksam und hilfsbereit
und hatten füreinander Zeit.
 
Nun hege ich die Hoffnung, dass keiner es mir übel nimmt,
dass in der Chronologie nicht immer alles stimmt,
aber Reime sind einfach penetrant,
nehmen die Zügel in die Hand
und mogeln, das Versmass zu erwischen,
sich gerne irgendwo dazwischen.
 
Foto Hilde Mischler
 
Nun ist Schluss und ihr habt Ruh,
ich, Hilde, kehre euch den Rücken zu.

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Aktualisiert 02. 03. 2009

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